Gesundheitstipp des Monats

Neue medizinische Erkenntnisse
über die Darmflora

Probiotika sorgen nicht nur für ein gutes Bauchgefühl

Die Weihnachts-Schlemmereien haben Spuren hinterlassen – auch auf der Waage. Ganz aktuelle medizinische Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Zusammensetzung der Darmflora offenbar auch für die Gewichtsregulation von enormer Bedeutung ist. Ob wir die bereits vorhandenen Darmbakterien durch wertvolle Ballaststoffe „nur“ bei Laune halten oder über die Zufuhr von Milchprodukten neue „Bakterienteppiche auslegen“, führt zu sehr unterschiedlichen Reaktionen im Körper. Schon im Naturjoghurt können wir die verschiedenen Bakterienkulturen schmecken, auch Würze und Geschmack der Käsesorten wird von ihnen filigran gelenkt. Versuchen Sie deshalb, bei einem Käseteller auf Vielfalt zu achten.

„Probiotika“, wie die meisten Bakterien in den Nahrungsmitteln genannt werden, sorgen also nicht nur für ein gutes Bauchgefühl. Sie sorgen für allgemeines Wohlgefühl, verbessern die Immunantwort (schützen vor grippalen Infekten), verschönern die Haut (bei Neurodermitis-Therapie gehört die Stimulation der Darmflora inzwischen zur Standard-Therapie), vertreiben die „ökologische Konkurrenz“ wie z.B. Helicobacter-Bakterien und sie harmonisieren das Darmnervensystem, wenn der Darm verrückt spielt, also den Reizdarm. Auch wenn noch viele Zusammenhänge unklar sind: jeder von uns kann seine ca. 400 Quadratmeter große Darmoberfläche mit genussvoller Ernährung weit mehr beeinflussen als bisher bekannt war.

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