Gesundheitstipp des Monats

Mit mediterraner Kost dem Jojo-Effekt entkommen

Wer kennt nicht das Drama nach jeder erfolgreichen Gewichtsabnahme: die Pfunde sind im Nu wieder drauf! Das hängt damit zusammen, dass der Körper bei niedriger Kalorienzufuhr den Grundumsatz verringert. Isst man danach wieder normal, bleibt dieses „Notprogramm“ zunächst bestehen (denn früher bedeutete es einen wichtigen Überlebensvorteil), mit dem Ergebnis, dass die Kalorien noch besser gespeichert werden als vor der Diät. Der Jojo-Effekt nimmt seinen Lauf, und das Gewicht steigt nicht selten über das Ausgangsgewicht hinaus an.
Wer kennt nicht das Drama nach jeder erfolgreichen Gewichtsabnahme ...
Diäten verheißen den Übergewichtigen meist einen raschen, zumindest absehbaren Erfolg. Langfristige Studien zeigen aber allesamt, dass der Erfolg nicht von Dauer ist. Bei Umstellung der Ernährungsweise, möglichst nach Vorgaben der mediterranen Küche, ist dagegen ein langfristiger Erfolg vorprogrammiert, und das lässt sich medizinisch begründen. Die übliche westliche Kost ist gekennzeichnet durch hohe Energiezufuhr, hohe Energiedichte, versteckte Fette, zuckerhaltige Getränke, wenig Ballaststoffe, weniger Milch(-produkte), weniger Obst und Gemüse. Mediterrane Kost dagegen bedeutet die bewusste Wahl von natürlichen Lebensmitteln mit niedriger Energiedichte und hohem Wassergehalt sowie mehr Ballaststoffen in bestimmten Obst- und Gemüsesorten. Sie erzeugen ein relativ großes Sättigungsgefühl und weisen gleichzeitig eine größere Menge an schützenden Mikronährstoffen und Sekundären Pflanzenschutzstoffen auf. Mediterrane Kost ist also im Prinzip kalorienarme Ernährung, von der man schon lange weiß, dass sie lebensverlängernd wirkt.

Einige Bestandteile der mediterranen Kost
wirken sogar spezifisch gegen Übergewicht:

  1. Ölsäure (des Olivenöls) und langkettige Omega-3-Fettsäuren (des Fisches, der Nüsse) erzeugen auf den Geschmacksknospen der Zunge ein Sättigungsgefühl – die gesättigten Fette üblicher westlicher Kost tun das nicht! Eine kleine Menge Öl vor dem Essen führt zu besserer Sättigung. Insgesamt steigern mediterrane Öle die Insulinempfindlichkeit und optimieren damit die Kohlenhydratverwertung.
  2. Der relativ hohe Anteil an gesunden Eiweißen (Hülsenfrüchte, Milchprodukte wie zum Beispiel Käse, Fisch) steigert die Wärmeproduktion und erhöht so den Grundumsatz.
  3. Der Ballaststoffanteil der typischen mediterranen Kost mit ihren vielen unterschiedlichen Gemüsen wie Zucchini und Auberginen sowie den Getreideprodukten ist mindestens doppelt so hoch wie der von „Fast Food“. So hilft ein Salat vorm Essen beim Abnehmen, indem schwer resorbierbare Zellulose den Körper entschlackt und eine gesündere Darmflora aufbaut, von der man seit kurzem weiß, dass sie beim Energieumsatz eine große Rolle spielt.
  4. Von zahlreichen Sekundären Pflanzenstoffen (besonders im Gemüse, z.B. Tomaten, Mais, Meerrettich, und im Olivenöl) weiß man inzwischen, dass sie die Aktivität lebensverlängernder Gene stimulieren (wie auch das Resveratrol im Rotwein).


Mediterrane Kost ist also im Prinzip eine volumenreiche, kalorienarme Ernährungsform, die wohl auch dadurch lebensverlängernd wirkt, dass sie die Herstellung der täglichen Energiebilanz erleichtert und durch Geschmacksvielfalt die Lebensfreude steigert.

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