In den Sommermonaten fällt es leicht, sich nach mediterranem Vorbild gesund zu ernähren – und das äußerst genussvoll!
Zahlreiche Studienergebnisse über die Vorzüge einer mediterran geprägten Ernährungsform bestätigen, dass Gesundheit und Genuss durchaus zusammenpassen (z.B. „Olivenöl und Walnüsse gegen Herzinfarkt“, wie zuletzt 2007 selbst aus Finnland berichtet wird). Bestimmte Inhaltsstoffe, vor allem die sog. Sekundären Pflanzenstoffe, mit denen sich Tomaten, Trauben, Oliven, aber auch Kräuter wie Rosmarin und Thymian selbst vor Schädlingen und Hitze schützen, sind dafür im Wesentlichen verantwortlich. Man versucht zwar pharmakologisch, diese Hauptwirkstoffe (zum Beispiel aus der Tomate, aus dem Olivenöl oder aus dem Rotwein) in hoher Konzentration als Medikamente zu vermarkten, doch wird inzwischen bezweifelt, dass mediterrane Inhaltsstoffe in dieser „Zubereitungsform“ zu vergleichbarer Wirkung kommen.
Es scheint vielmehr so zu sein, dass das vielfältige Zusammenspiel von Geruchs-, Farb- und Geschmacksstoffen eines kompletten Essens ein viel größeres gesundheitliches Potential entfaltet. Auch Käse, Kaffee und Schokolade beschäftigen alle unsere Sinne, deren Inhaltstoffe wirken sogar auf die Psyche, da sie sowohl Vorstufen von Glückshormonen (Tryptophan) enthalten als auch die Freisetzung derselben begünstigen (vgl. auch den Beitrag „Aphrodisierende Lebensmittel“).
Nicht zu unterschätzen für gesundheitliche Belange ist der Effekt von Geselligkeit und Tischkultur im Alltag sowie ein bisschen mehr „Laissez faire“, wie wir es von den „Mediterranen“ kennen. Erst wenn solche wesentlichen Dinge berücksichtigt werden (quasi als Rückbesinnung auf Jahrhunderte alte mediterrane Tradition), finden Genuss und Gesundheit so richtig zusammen.
Buchtipp:
Prof. Dr. med. Richard Beliveau, Dr. med. Denis Gingras
Krebszellen mögen keine Himbeeren
Nahrungsmittel gegen Krebs.
Das Immunsystem stärken und gezielt vorbeugen
Kösel-Verlag, 2007
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