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- Der Anteil an „schlechten“ Fetten ist zu hoch: dazu zählen vor allem zu fette Fleisch- und Wurstarten, aber auch der Einsatz billiger Speiseöle und versteckte, gehärtete Fette (insbesondere deren Transfettsäuren, zum Beispiel in Keksen, aber auch in Margarine). Dementsprechend sind wünschenswerte Fette unterrepräsentiert. Je mehr man die Fettanteile „mediterran“ auswählt, desto weniger muss die Gesamtfettmenge begrenzt werden.
- Der Anteil an „schnellen“ Kohlenhydraten ist zu hoch: Das sind solche mit hohem „Glykämischem Index“ (die den Blutzucker zu rasch nach oben treiben), besonders Weißbrot, Süßigkeiten und Limonaden.
- Die biologische Wertigkeit von verschiedenen Eiweißen wird zu wenig beachtet: Sie werden meist in Verbindung mit Fett in Form von Wurst und Fleisch aufgenommen, zu wenig als Hülsenfrüchte oder als hochwertige Milchprodukte.
- Durch die schlechte Auswahl dieser Energieträger werden zu wenig Faserstoffe zugeführt, es mangelt schließlich an „hochwertigem Ballast“.
- Weil bei westlicher Lebensweise alles schnell gehen muss, werden Brat- und Garzeiten verkürzt, es wird generell mit zu großer Hitze gekocht. Oft bilden sich dabei gefährliche chemische Umwandlungen, beispielsweise bei Ölen, in der Bratpfanne. Zudem wird zu schnell gegessen, was natürliche Verdauungsprozesse behindert. Im Süden dagegen wird vitaminschonend gegart und gedämpft.
- Ernährungsstudien auf der ganzen Welt zeigen einen großen Zusammenhang zwischen schlechten Ernährungsgewohnheiten und Krankheitsentstehung. Noch deutlicher tritt dies zutage, wenn Bewegungsmangel dazukommt. In der ärztlichen Praxis haben sich strikte Verbote oder gar Drohgebärden als wenig effektiv erwiesen. Notwendige Lifestyle-Veränderungen führen nur über die gleichzeitige Vermittlung von Genuss und Wissen (über die richtigen Zutaten zum Essen, über Kultur und Tradition der verschiedenen Ernährungsformen), fast in Form einer „Verführung“ zur mediterranen Lebensweise. Denn die Begleitumstände sind für ein gesundes Essen genauso wichtig wie die Zutaten selbst: Ruhe und Gelassenheit beim Speisen, Bewegung oder gar Sport als fester Lebensbestandteil begünstigen den Ablauf verschiedener Stoffwechselprozesse. Bei der jüngeren Generation ist bereits ein Umdenken zu erkennen.
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